Pasta mit Wolfsbarsch

Es gibt Kochbücher, die überzeugen aufgrund ihrer schönen Fotografien, andere deren Rezepte einmalig sind, einige die man lieber nicht haben möchte und es gibt „La Cucina“. Die Orginale Küche Italiens. 943 Seiten, 2000 Rezepte und ganz ohne Fotos. Zusammengestellt von der Accademia Italiana Della Cucina, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die kulinarischen Traditionen Italiens zu bewahren. Rezepte die von 7000 Mitgliedern in ganz Italien zusammengetragen wurden. Fast alle Rezepte  kommen mit wenigen Zutaten aus. Dürfen allerdings, wie ich finde, an der ein oder anderen Stelle leicht abgewandelt werden. Wie auch in meinem Rezept geschehen.

Zutaten für die 400 g Pasta
300 g Mehl
3 Eier
3 EL Olivenöl
1 EL Weißwein
Salz

Zubereitung
Das Mehl auf einer Arbeitsfläche häufen. In der Mitte eine Mulde drücken. Eier in die Mulde schlagen. Salz, Olivenöl und Wein hinzufügen. Die Eier mit einer Gabel verquirlen. Sobald sie gut vermischt sind, etwas Mehl einrühren, bis sie nicht mehr dünnflüssig sind. Dann das restliche Mehl mit den Eiern zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Es sollte kein Teig mehr an den Fingern kleben bleiben. Sollte er noch etwas klebrig sein, dann müsste noch etwas Mehl hinzugefügt werden. Kräftig durchkneten. Dafür die Teigkugel mit den Handbällen nach vorne drücken.  5 – 10 Minuten kneten. Den Teig in doppelt so viele Teile teilen, wie sie Eier enthalten. 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend dünn ausrollen und mit einem Messer in schmale Streifen schneiden.

Die Pasta in Salzwasser bissfest kochen, abgießen und mit der Wolfsbarsch-Sauce servieren.

Wolfsbarsch-Sauce

Zutaten für die Wolfsbarschsauce
50 ml Olivenöl
2 Knoblauchzehen, gehackt
400 g Wolfsbarschfilet
500 g italienische  Dosentomaten
50 ml Weißwein
2 EL gehackte Petersilie
Parmesan
Salz/Pfeffer

Zubereitung
Knoblauch in Olivenöl in einer Pfanne anbraten. Den Fisch dazugeben, salzen und pfeffern und auf der Hautseite 2-3 Minuten braten. Den Wolfsbarsch herausnehmen, von der Haut befreien und in Stücke zupfen.

Die Tomaten und den Wein in die Pfanne geben, Salzen und Pfeffern. Die Sauce 10 – 15 Minuten einköcheln lassen. Anschließend den Fisch in die Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie und Parmesan servieren.

 

 

Miesmuscheln direkt vom Kutter

Frische Miesmuscheln direkt vom Kutter. Das gibt es in Kiel-Holtenau. Die Kieler Meeresfarm wird von Tim Staufenberg betrieben. Er achtet sehr darauf, dass die Meere nachhaltig, schonend und umweltfreundlich genutzt werden. Seine Produkte werden regional und saisonal vermarktet. Wer jetzt Appetit bekommen hat, hat nur noch am 20. Februar die Chance Muscheln zu kaufen, da die Verkaufsware zur Neige geht. Die neue Saison startet im September. http://www.kieler-meeresfarm.de/aktuelles/

„Mit dem Panzer ist das ja so eine Sache: Einerseits schreckt er sehr ab, andererseits weckt er unser aller Neugier. Das gilt für den klassischen Wert-Tresor genauso wie für uns Menschen, die wir oft anders wirken, als wir im Kern sind. In beiden Fällen ist das Knacken der Hülle bekanntlich mit viel Aufwand verbunden.

Für Krusten- und Schalentiere gilt das glücklicherweise nur bedingt. Und was diese Köstlichkeiten unter ihrem festen Mantel verborgen haben, lohnt der Mühe.“meint Jürgen „Jünne“ Gosch.

Schick in Schale

Wer  Meeresfrüchte liebt und sich nach schönen Urlaubstagen sehnt, wird dieses Kochbuch, welches neben den Rezepten auch viel Wissenswertes rund um die Meeresfrüchte enthält, nicht mehr missen wollen. „Schick in Schale – Meeresfrüchte neu entdecken“  www.wachholtz-verlag.de

Miesmuscheln in Tomaten- und Knoblauch-Sud für 4 Personen
2 kg Miesmuscheln, geputzt
400 ml geschälte Tomaten, gewürfelt
4 Zwiebeln, gewürfelt
4 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
250 ml Weißwein
1 EL Kräuter der Provence
3 EL Olivenöl
1 EL gestoßener Pfeffer

Zubereitung
Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl glasig anbraten. Tomaten und Muscheln zugeben. Mit Weißwein ablöschen und den Gewürzen verfeinern.

Mit geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten kochen.

Wichtig
Geöffnete Muscheln vorab aussortieren. Sollten  sich einige Muscheln nach dem Kochen nicht geöffnet haben, diese ebenfalls entsorgen.

 

 

Kochbuch-Rezension: FADI KOCHT SYRISCH

Fadi kocht syrisch

Fadi kocht syrisch – Eine kulinarische Reise mit dem syrischen Fernsehkoch Fadi Alauwad

Dieses Kochbuch ist nicht nur ein Kochbuch, sondern ein Herzensprojekt, das zehn Ehrenamtler*innen zusammen mit dem syrischen Fernsehkoch  Fadi Alauward geschaffen haben. „Chef Fadi“, wie er liebevoll von seinem Kolleg*innen genannt wird, musste aufgrund des Bürgerkrieges Syrien verlassen.

Er hat sich zusammen mit seiner Familie in seiner neuen Wahlheimat Deutschland ein neues Leben aufgebaut, aber dabei das Leid der Kinder in seinem Land nie vergessen.

Deshalb fließt der gesamte Ertrag beim Kauf dieses Buches an die Kinderhilfsprojekte des Vereins SyrienHilfe e.V., der mit medizinischer Versorgung, Nahrung sowie moralischem und seelischen Beistand die Würde der Menschen in Syrien stärkt.

Schon wenn man das Buch aufschlägt und das Zitat von Fadi Alauwad „Für mich ist Kochen wie Kunst. Ein Maler geht ins Atelier, ein Musiker ins Studio. Ich gehe in die Küche“ liest, verspürt man sofort Lust, die raffinierten Rezepte aus der arabischen Welt auszuprobieren.

Und wenn einem dann noch der Einblick in das Leben und die Kultur des Landes wie in diesem Buch geschildert wird, möchte man am liebsten sofort durch Syriens Gassen schlendern und sich kulinarisch verwöhnen  lassen.

Der Duft, der Geschmack und die Gewürze strömen förmlich aus diesem Kochbuch. Spannende Rezepte mit Gewürzen wie Kardamom, Zimt, Anis, Aromen wie Granatapfelsirup, eingelegte Paprika, Feigen, Orangen, Linsen sowie „Markook“ –  ein dünnes Brot nach alter Tradition gebacken –  warten förmlich darauf, nachgekocht zu werden.

So auch „Full Mudammas“ – Dickbohnen nach damaszenischer Art. Dieses Gericht gibt Power für den ganzen Tag, enthält viele Vitamine und Nährstoffe. Es ist im gesamten arabischen Raum beliebt und wird sogar schon zum Frühstück  gereicht.

Und ich muss sagen, es ist einfach nur köstlich. Wobei ich die Bohnen bereits mit dem Knoblauch in Olivenöl angebraten habe, damit sich die Röstaromen besser mit den Bohnen verbinden.

Bohnen

Fadi Alauwad möchte den Kindern in seinem Land zum Lächeln bringen. Ich wünsche ihm und seinem Team, dass es ihnen mit dem Verkauf dieses Kochbuches gelingen wird.

Mir hat er jedenfalls schon mal ein kulinarisches Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Mehr Informationen sowie einen Link für die Buchbestellung findet ihr hier: www.fadikochtsyrisch.de